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  • Töne um Vergebung

    Das französische Cello

    Angesichts des Todes meines Vaters Rudi 2014 wird mir bewußt, dass das Cello, auf dem ich seit über 50 Jahren spiele, Kriegsbeute ist. Eine der schrecklichen Geschichten, in die junge Menschen durch den Krieg gerissen wurden und die uns als Nachkriegsgeneration verfolgen. Ein Schuldgefühl, das mich antreibt, den Ort und die Menschen zu finden, die mit dieser Geschichte zu tun hatten bzw. haben.

    Im Mai 2019 kommt es zu einer 5-tägigen Reise nach Nordfrankreich, bei der sich mithilfe eines französischen Freundes und zahlreicher spontaner Cello-Einsätze auf wundersame Weise eine Tür nach der anderen öffnet und schließlich bei den inzwischen greisen Kindern des damaligen Besitzers des Cellos die Töne um Vergebung erklingen.

    68 Seiten, Softcover
    ISBN 978-3-9822075-2-0
    Herausgeber: Wilde Rose e.V.
    gefördert vom Landkreis Osnabrück
    14 €   
    zzgl.Versandkosten

     

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  • Das rote Klavier

    Wie die Natur Klavier spielt

     

    Lange hat niemand mehr auf dem alten Klavier gespielt. In einem Nebenraum abgestellt, konnte es nur noch stumm (traurig?) zuhören, wie der Flügel im Wohnzimmer erklang. Bis irgendwann die Idee aufkam, es rot anzumalen und am Rande des Spazierweges neben dem Haus in den Wald zu stellen. Wie würde die Natur auf dem Klavier spielen?

    Dies war im Juni 2015. Seitdem spielten Wind und Wetter, Sonne, Regen und Schnee, Blätter, Brombeeren und Kletten, Ameisen, Schmetterlinge und Vögel – kurz: die freie Natur mit dem Instrument. Allein die Menschen sollten ihre Finger davon lassen: ein kleines Schild deklarierte es zum Kunst- bzw. Naturprojekt, an dem langfristig beobachtet werden konnte, wie sich Flora und Fauna auf ihre Weise mit dem Klavier beschäftigten.

    Von Anbeginn habe ich diesen Prozess der Mutation fotografisch dokumentiert. Tausende von Bildern zwischen Totale und kleinsten Details erzählen von einem vitalen Prozess des vergänglichen Wandels. Nach genau 5 Jahren, im Juni 2020 brach das rote Klavier auseinander und verschwand zunehmend in der rankenden, einverleibenden Vegetation. Bis es der Schnee im Februar 2021 unter sich begrub.

    Bilder der Vergänglichkeit einer Ikone klassischer westlicher Musik – vielleicht ein ahnendes Sinnbild dafür, wie sich in einem für unsere Wahrnehmung stillen und bewegungslosen Prozess die unweigerliche Kraft, Kreativität und Größe der Natur offenbart, die unsere Kultur und die Menschheit an sich schlucken und unendlich überdauern wird.

    Kunstbuch, 124 Seiten, 21,5 x 21,5 cm, Hardcover
    ISBN 978-3-9822075-1-3
    Herausgeber: Wilde Rose e.V.
    gefördert vom Landschaftsverband Osnabrücker Land, vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Musikfonds
    25 €   
    zzgl.Versandkosten

     

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  • MUSIK SEHEN - BILDER HÖREN

    Maria Otte im Dialog mit Werken von Willem Schulz

    Anläßlich meines 70. Geburtstages hat die Fotografin Maria Otte ein Kunst-Buch produziert.
    Hierin hat sie aus 30 Jahren künstlerischer Zusammenarbeit, in denen sie zahlreiche meiner großen und kleinen Projekte fotografisch begleitet und dokumentiert hat, eine einzigartige bildnerische Verdichtung geschaffen. Ihre Bilder, die oftmals künstlerisch weiterverarbeitet sind, versuchen die verschiedensten Facetten meiner Musik sichtbar zu machen. Dabei kann es schon der gezielte Ausschnitt, die Farbe und Form einer Ablichtung sein. Nicht selten aber greift sie zu weiteren Gestaltungsmitteln - sie schneidet, collagiert, überlappt oder lässt sich zu Spiegelungen, Projektionen, Langzeitaufnahmen, Lichtspielen, Schnipseln u.v.m animieren, die bis ins Malerische und Bildnerische vordringen. Zwischendrin erweitert durch Partitur-Fragmente und poetische Intermezzi von Barbara Daiber, die aus dem Textmaterial von Spielanweisungen meines Zyklus „für cello“ verfasst wurden. 
    Auf diese Weise ist ein Buch entstanden, in dem sich die optische Kunst verselbständigt hat und das umgekehrt dazu einlädt, Musik aus ihr quasi zu saugen.
    Es ist mir eine große Ehre und Freude, dass meine Arbeiten aus vielen Jahrzehnten auf diese Weise in eine neue künstlerische Form transformiert und verdichtet wurden. 
     
    Kunstbuch, 96 Seiten, Din A4, Hardcover
    ISBN 978-3-9822075-0-6
    Herausgeber: Wilde Rose e.V.
    gefördert vom Landkreis Osnabrück und der Stadt Melle
    20 €   
    zzgl.Versandkosten
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  • arche nova (1998)

    Kunstkarawane

    Buch: Maria Otte

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    Leseprobe (pdf)

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