Würzburg
Neumünster
Neumünster in Würzburg / kath
offen
In der Nähe der "weiblichen" Marienkapelle das "männliche" Neumünster, beherrscht von patriarchalen Bildern, Skulpturen und einem mächtigen Baukörper. Selbst die Engel sind kleine Jungen.
Sehr gelungen ist hier das Miteinander der barocken Architektur und Gestaltung mit zeitgenössicher Kunst: Gemälde sind regelrecht einkomponiert.
Im vorderen Altarbereich wird auf einem Schild um Stille gebeten. Obwohl mir klar ist, dass Stille keine akustische, sondern eine innerliche Qualität ist, positioniere ich mich im hinteren Teil direkt mittig unter der großen Kuppel des Neumünsters. Vermutet hatte ich hier einen besonderen Echoeffekt. Dieser stellt sich aber nicht ein. Ich spiele nach vorne - stehend - und bekomme bald das Gefühl eines Bläsers, als würde ich mit einer Trompete nach vorne in die Weite des Raumes blasen wollen. Als würde der Raum selbst zu einem riesigen Horn. So scheue ich nicht, laut und kraftvoll zu werden - typisch männlich!
Im Kryptabereich dann dieses wunderbare Bild: