Projekte

entbrannt

(Neuinszenierung der wellen-sinfonie)

Sinfonie für einen Platz, Musik, Feuerwerk und Licht

29.10.05

20.00 Uhr

Paulbrink in Bad Laer

 

entbrannt

...entbrannt... ist ein open-air-Projekt für die "ab in die Mitte"-Veranstaltungen in Bad Laer 2005 am 29. Oktober. Das Werk hat das Ziel, den zentral gelegenen Paulbrink in einer neuartigen Konzeption von Ton-, Licht- und Feuerwerks-Komposition umzusetzen und für ein breites Publikum erfahrbar zu machen. Das Publikum steht dabei mitten in einer von Licht und Feuerwerk inszenierten Architektur: von den umliegenden Fenstern und Balkonen, aus der Kirche sowie von exponierten Podesten spielen die Mitwirkenden unter der Leitung des Komponisten, der auf einer Leiter in der Mitte des Platzes positioniert ist.

Klang, Feuerwerk und Licht treten in ...entbrannt... in eine spannende Beziehung, die von vornherein zusammengedacht und komponiert wurde. Dabei herausgekommen ist eine multimediale Sinfonie, in der neben der Musik das Feuerwerk, das Licht, der Raum und der Text eigenständige "Stimmen" sind, die zeitweise auch solistisch eingesetzt werden.

...entbrannt... erinnert an den großen Brand von 1767 - "roter Hahn" genannt -, der in wenigen Stunden ein Drittel aller Häuser in Bad Laer bis auf die Grundmauern niederraffte. Eine überaus leidvolle Erfahrung, die diese Stadt damals mit den Flammen machen musste: der raffgierige Schlund des Feuers, der sich auch heute immer wieder in großen Waldflächenbränden sowie in menschgemachten kriegerischen Aggressionen austobt und den Menschen Tod und Verwüstung bringt.

In ...entbrannt... werden aber auch andere Seiten des Feuers erlebbar:
Feuer als grundlegende Energieform der Welt in allen Zeiten zwischen Urknall und Apokalypse. Feuer als Licht der Sonne mit seinem differenzierten Spektrum an Farben. Feuer im Ofen. Feuer als Helfer bei der Arbeit. Feuer als ästhetisches Gebilde. Feuer als Materie. Feuer als innere Dynamik. Um nur einige Facetten zu nennen.

Das Feuerwerk ist sowohl mit seiner akustischen Seite in die Musik integriert, wie natürlich auch optisch mit seinen vielfältigen Bildern von Sonnen, Spiralnebeln, Markierungsfeuern, Geschossen, Explosionen, Bränden und nicht zuletzt von prachtvollen Kunstobjekten.

Durch eine quadrophonische Soundtechnik wird Klang in den Dimensionen des Platzes in Geschwindigkeiten zwischen gewaltiger Langsamkeit und flüchtiger Schnelligkeit hin und her geschickt sowie Imagination von Ferne und Nähe erzeugt.

Auch hier wird - ebenso wie bei der Lichtgestaltung - der gesamte Platz mit seiner Architektur inszeniert. Farben und wechselnde Spots lassen den Paulbrink in einem völlig neuen Licht erscheinen.

Die Mitwirkenden sind ausgewählte Spezialisten ihres Metiers und kommen aus der gesamten Bundesrepublik.